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Abercrombie & Fitch

Das Modelabel Abercrombie & Fitch zieht bei jeder Filialeröffnung in Deutschland Menschenmassen an. Auch Wochen nach einer Eröffnung ist eine Menschenschlange vor jedem der Stores zu finden. Doch was löst diesen Hype nach der Modemarke aus?

 

Marken

 

Hinter dem Label Abercrombie & Fitch stecken neben der Hauptmarke Abercrombie & Fitch auch die Marken “Hollister Co.”, eine etwas günstigere und jugendliche Marke im Surfstil, „Gilly Hicks“, die Unterwäsche für Damen vertreibt, sowie „abercrombie kids“, spezialisiert auf Kinder. Im Jahr 2012 hat das Unternehmen 1049 Filialen weltweit (294 Abercrombie & Fitch-, 159 abercrombie kids-, 575 Hollister- und 21 Gilly Hicks-Filialen). Bis 2007 allerdings gab es die Labels ausschließlich in USA und Kanada zu erwerben. Doch nach der ersten europäischen Shoperöffnung in London folgten zahlreiche weitere Stores auf der ganzen Welt. Mittlerweile gibt es die Abercrombie Stores dreimal in Deutschland (Hamburg, Düsseldorf, München).

Unique Selling Proposition

 

Doch was steckt nun wirklich hinter der Mode? Jeder, der noch nicht einen Store einer der Labels besucht hat, wird sich denken: Was ist denn so besonders an Surf-Sachen aus den USA? Es sind sicher nicht ausschließlich die qualitativ hochwertigen Textilien im Vintage-Look mit den typischen Elch bei Abercrombie & Fitch-Kleidung bzw. der Möwe bei Hollister. Es ist vielmehr das Verkaufskonzept des Unternehmens. Zum einen steht die Marke, trotz zahlreicher Store-Neueröffnungen, immer noch für Exklusivität, da die Marke lange Zeit nur in den USA vertrieben wurde. Zum anderen verzichten die Labels komplett auf aufwendige Außenwerbung oder Plakatierungen. Jeder Store zeigt sich im gleichen Design, egal ob in Tokio, New York oder München. Bei Hollister zum Beispiel werden die Besucher am Eingang durch 2 Beachboys mit einem “Hey, what´s up?” begrüßt. Tritt man in den Store ein, landet man in spärlich beleuchteten Verkaufsräumen, die in Ihrem Design an einen Surf-Shop erinnern soll. Eine große Leinwand im Herzen des Ladens zeigt Surfer und laute Musik beschallt die Räume. Bekannt geworden, ist das Label auch durch sein, auch oft kritisiertes, Duftmarketing, denn alle Textilien sind parfümiert und bereits von außen erkennt man den Store am Geruch. Zum Label gehören außerdem die Store-Models, die sich vor allem durch ihr gutes Aussehen auszeichnen und so die Marke als Surfer-Style verkörpern sollen. Alle Verkäuferinnen tragen ausschließlich Ware des Labels und tragen oftmals Flip-Flops – alles in Allem ein ganzheitliches Konzept, das weltweit einzigartig ist und sich anscheinend auf jedes Land, ohne jegliche Änderungen adaptieren lässt.

Wir denken, dass das Konzept den Einkauf in einer der Stores als Erlebnis für den Kunden wird und das Surf-Gefühl das Gefühl von Freiheit transportiert.

 

Was wir nicht gut finden:

 

Die ehemalige Exklusivität des Labels und gleichzeitig die Hohe Nachfrage in vielen Ländern zieht Produktpiraten an. Der Vertrieb der Marke erfolgt ausschließlich über die Labels selbst und nicht über Zwischenhändler. Auch im Internet erwachen dadurch zahlreiche fragwürdige Onlineshops zum Leben, die nicht die Originalware vertreiben, deshalb unser Tipp: Immer auf das Impressum achten!

Zur Zeit macht die Marke Schlagzeilen bezüglich der fragwürdigen Arbeitsbedingungen, da das Personal sich regelmäßig einer Leibesvisite unterziehen muss und sogar im Winter die Flip-Flop Tragepflicht besteht. Außerdem ist bekannt geworden, dass das Label ihre Kleidung durch Kinderarbeit im Nahen Osten produzieren lässt oder das Promis, die nicht zum Unternehmensimage passen, ein Verbot zum Tragen der Kleidung erhielten.

 

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